Sie …

wartet auf des Herzenswunsch,
in ablenkenden Genüssen
und an Worten klebend, stehen.

Denn ihr Herz ist entfernt,
hinfort auf erkundenden Wegen.

Was Körper nicht in Stande sind zu geben,
suchen wir in Wörtern und Reden.

Welch Segen!


VON M. AN E.

Herzen pochen …

nicht immer im gleichen – gar unterschiedlichen
Schlägen der Zeit entgegen.

Drum denke nicht viel und
lasse unsere Körper gegenseitig in
Gänsehaut entstehenden
Impulsen, erregenden Küssen begegnen.


VON M. AN E.

Stein …

um Stein sind Gebirge aufgebahrt,
hoch in den Himmel ragende und
Zeugnisse einer Welt gebend, wo …

ja, wo Mensch zählt und gezählt wird.
Mensch löse dich auf
in diesen Genus der Fülle,
in diese Lust des Überflusses
und wach nicht auf.

So verfalle, wer will – die Last tragend,
in die Lehren der Geschichte wieder!
Denn Zweifel an dem was
du lebst, ist das – was dein Herz bewegt.

So entscheide nicht ob du retten solltest,
nein!

Rette Leben des Menschen und deines Herzens wegen.


VON M. AN DIE EUROPÄER

Blumentäler …

blühen wie Sprossen aus deinem Herzen,
über dein ganzes Reich.

Der Duft der Gefühle lässt die Quelle rinnen
und die Berge erheben,
Rhythmen sind des Landes leben.

Ich erobere dich, erklimme die Berge und trink aus der Quelle,
o Liebliche, heute bist du König*in.


VON M. AN E.

Sie lebt …

in vielen Herzen. Sie lebt ohne Einschränkung mit Liebe.

Menschen sind Menschen – fern von ihrem Geschlecht und
männlich – weiblich steht ihr lieb zu Gesicht.


VON M. AN K.

Blaues Haar …

schmückt ihren Kopf lieblich umschlungen sind die Nymphenaugen.

Eine Muse des Gedanken, des Protestes für Gleichheit empfangenen Wortes, spielt sie fein mit ihren Lächeln der weiblichen Herzen und Menschen.

Dies Weg, folgt wer kann – glücklich und so dann, auch selbstbewusst voran!


VON M. AN X.

Wilder Zorn …

stammelt aus des Weibes Munde. Verachtend streng begrapscht sie meine Würde der Liebe von Küssen bezeugten Gründe.

Was soll ich diesem Wesen, feindlich gesonnener Art, entgegensetzen – Entsetzen, Wut über des Kindes und Mutters Wege?

Die Mutter getrieben voller Eckel, die Tochter voller Scharm,
die Zivilen wegschauend – Das ist meine Schwestern ist der Kampf
von Liebe unter liebenden Frauen*.


VON M. AN das böse WEIB

Eine Insel …

unberuhigt vom Weltensturm ist das Ziel weiblicher Zuflucht
in den Zeiten ignoranter Menschenherzen.

Wo – ihr Schwestern – ist diese Insel, die Zuflucht Lesbos?

Lasst uns wieder Sappohist*innen werden,
die Weiblichkeit ehren und die Menschen lieben.


VON M.

So lächle …

nicht nur in Momenten der vermeidbaren Schwäche.

Seh, die Menschen folgen uns mit ihren Blicken,
exotisch-schön und anders scheinen wir in dieser Welt.

Welche Männlichkeit darf es wagen ihren giftigen Trank uns anzubieten?
Ob des fleisches Objekt, ob des geldes Objekt – es sind Taten von törichten Narren.

Meine Schöne, lass uns gerecht reden, sehen und handeln,
so dass Sapphist*innen sicher leben!


VON M.

Sonne …

ist nur eine Facetten deines Wesens. Gar sprudelnde Welle an einem lichten Tag begehrt die Küste stetig die Bewegung deiner Küsse.

Mir strebt danach dich an meinen Hügeln und Stränden einzuladen, deinen Wellengang zu begehren und gegen die Gezeiten zu bestehen.


VON M. AN E.