Frau* Feminismus #1

Der Eindruck von Frauen in dieser Zeit ist divers in ihren Fähigkeiten, Aussehen und Können. Auch das Verständnis von Attraktivität ändert sich ständig im Sinne einer gewissen Inklusion – was Gender, Sexualität, Geschlecht angeht.

Was ich damit ausdrücken will, ist, dass sich das gesamtgesellschaftliche Verständnis für Veränderungen erst an den Randgruppen abzeichnet. Und ob es uns gefällt oder nicht, Frauen sind in der Gesamtheit noch immer eine Randgruppe. Seien es die Einkommen, Karriere oder die Diskriminierung aufgrund des biologischen Geschlechts/Geschlechtsidentität. Es ist Fakt, dass gerade Frauen an verschiedenen Punkten Schwierigkeiten haben, eine Durchsetzung in der Gesellschaft durchzuführen. Zum Beispiel durch Vorurteile in bestimmten Berufen, Sozialisierung in der Kindheit, Jugend. Das betrifft auch die sexuelle Orientierung.

Werden gesellschaftliche Geschlechterrollen in einer bestimmten Weise tatsächlich marktwirtschaftlich taktiert? Was für Menschen treffen die Entscheidungen bestimmte Aussagen in den Medien wiederzugeben?

Ich möchte euch und mich davor bewahren mit dem leidigen Thema Patriarchat vs. Matriarchat anzufangen, aber dennoch sollten einige Punkte dazu erwähnt werden. Meiner Meinung nach sind die Themen von Frauen für Frauen zwar in der Gesellschaft vertreten. Aber! Die Art und Weise, wie diese Themen teils aufgegriffen werden, wirken mitunter in Zielsetzung und Umsetzung umgekehrt. Ob dies absichtlich ist – kann ich nicht sagen. Wenn ich es gut meine, denke ich an eine Art Naivität, Starrköpfigkeit und Hohlköpfigkeit. Liegt dies vielleicht daran, dass gewisse Entscheidungsträger vom älteren Semesters sind und oder die moderne Erziehung noch nicht weit genug greift? 😉 ([Sarkasmusschild] Vielen Dank an die ganzen religiösen Glaubensträger, für ihren unermüdlichen Einsatz für Frauenrechte, Trans*/Intermenschen und die Ehe für alle, …, habt ihr gut gemacht ^_^ ) Ich will nicht sagen, dass konservative Anschauungen schlecht seien, weil sie eben die wichtige Aufgabe erfüllen – die Geschwindigkeit von Veränderungen abzufedern. Hatte Hegel am Ende mit seinem Fortschrittsglauben doch Recht behalten? Gerade im heutigen Zeitalter, in dem die technischen und sozialen Veränderungen in super schnellen Schritten ablaufen, ist es gut, wenn in gewissen Bereichen die Veränderungen doch eher durchdacht werden.

Aber was die Frauenrechte angeht, auch gerade im Hinblick auf Transfrauen/männer und Inter*menschen, sollten Veränderungen nicht länger hingehalten werden. Auch die LGBTIQ-Community muss sich dazu mehr emanzipieren! Ich bin der Meinung, dass das Geschlecht endlich unabhängiger von der sexuellen Orientierung betrachtet werden sollte, bewusster. Ich weiß, dass der Anspruch doch recht hoch ist, gerade in Bezug auf homosexuelle Beziehungen, … diese sind ja relativ auf das Geschlecht bezogen.

Wenn ich das aus meiner lesbischen Sicht betrachte, ist es mir wichtig mit einer Frau zusammenzuleben. Dabei sind für mich die Genitalien, für eine Beziehung, nicht entscheidend. Entscheidend ist, dass sie sich als Frau sieht, so lebt und emanzipiert.

Was bedeutet in diesem Kontext Frau? Frau bedeutet die kulturellen Errungenschaften zu verstehen. Kultur kann zum Beispiel Sozialisierung, Bewegung, Stil und Sprache sein – … Feminismus!

Unsere Aufgaben als Feministinnen in der heutigen Zeit sehe ich in der Sichtbarkeitsmachung von Geschlecht und sexuellen Orientierung, sowie die Emanzipierung von Trans/Intermenschen. Das sind für mich (!) mit die wichtigsten Punkte in diesem Kulturkampf, der auch für die Männer geführt wird. Ich für meinen Teil muss mich erst noch vorbereiten, einige Dinge lernen, eh ich strategische Konzepte vorlegen kann. Taktisch betrachtet, würde ich aber sagen, dass eine multimediale Konzeption mit typischen Symbolen und Texten effektiv ist. Wenn man dann noch eine Sichtbarkeit mit Ständen, z. B. an Bahnhöfen –  mit einer Dauerpräsenz aufbringt, ist dies eine gute Taktik. Dabei geht es mir nicht nur um queere Themen, sondern die generelle Sichtbarkeit von Diskriminierung! Und das ist eine Kernkompetenz vom Feminismus. Feminismus umfasst natürlich weit mehr Themenfelder und hat bereits eine bewegte Geschichte (Stonewall). Ein Grund mehr, dass wir diese fortsetzen, – klug, besonnen und mit einer gewissen Smartheit.

Als Schlusssatz will ich meine Bewunderung für die derzeitigen Aktivisten ausdrücken, welche unglaublich intelligent und engagiert neue Konzepte mit alten verbinden. ❤

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