Worte

… fallen nicht dem Bach,
den Teich entgegen,
sondern deinen Herz vereisten Wegen.

Oh, du Schönheit,
leb in diesem Wunder.


VON M. AN X.

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Wenn Wasser

tief und Berge hoch und Täler flach,
dann sind Städte komprimierte Welten.

Doch was bringt mir eine Welt, wenn diese
krank, einsam, verloren und hilflos macht?

Ist Mensch selbstverschuldet, unfähig zu Erkennen,
welch Wunder wir täglich er_ver|leben?

Wir treiben in Sekundenschnelle von Ort zu Ort,
können an jeder Stelle essen und uns bekleiden.

Ist Überfluss der Fluch?
Ist die Münze unser geistig Pächter?

Ich lebe, ich atme ohne Dienst und ohne Leistung.
Also ist Leben – unveräußerlich in allen Maßstäben – doch mein*e Meister*in!


VON M.

Lesbisch-schwules Stadtfest Berlin 2018

Das lesbsich-schwule Stadtfest oder auch Motzstraßenfest genannt, fand am Nollendorfplatz in Berlin-Schöneberg zum 26ten Mal statt. Mein Eindruck war, dass für zwei Tage ein queeres Dorf entstanden ist und man vieles wiedererkannte. Viele Vereine versammelten sich aber auch Landes- und Bundesstellen, welche sich gegen Diskriminierung, Stigmatisierung und Ausgrenzung stark machten und machen. Es gab viel Essen und fünf Bühnen, wo Musik gespielt und oder Diskussionsrunden veranstaltet wurden. Insgesamt ein sehr ausgelassenes und schönes Fest.

Dennoch …
finde ich Kritikpunkte. Ich würde mir wünschen, wenn das Stadtfest durch die Bezirke wandert. Wie sonst könnte für Sichtbarkeit und Akzeptanz geworben werden, wo es vielleicht am nötigsten wäre? Neuköln, Marzahn, Spandau …

Wäre es nicht sinnvoll den aufklärerischen Ansatz gerade in alle Bezirke zu tragen? Allen Menschen die Möglichkeit zu geben mit queeren Lebenskonzepten/weisen vertraut und die Probleme sichtbar zu machen – unter denen queere Menschen immer noch leiden? Oder anders, gibt es solche Inklusiven-Feste?

Auch die ziemlich prekäre Situation im Bildungswesen zur Aufklärung über Geschlechtsidentitäten und Orientierungen schien nicht den größten Raum zu haben. Die Themen HIV und PrEP waren dahingegen aber sehr prominent. Zum Thema lesbische Sichtbarkeit durfte man auch suchen, was bezeichnend für die lesbische Kultur in Berlin ist. Trans*Inter* und nicht binäre Sichtbarkeit war, wenn überhaupt, bei Vereinen anzutreffen, mit dazugehörige Aufklärung zu den Themen. Ich möchte nicht sagen, dass das Fest nicht schön war, aber aus einer queer-feministischen Brille war das Fest sehr männlich geprägt.

Ich hatte das Gefühl von Gemeinschaft, aber auch wieder nicht ganz Teil zu sein. Ich suchte Orte, wo ich mit Menschen in Gespräch komme, ggf. sogar Workshops, wo ein gewisser geistiger Austausch stattfindet. Meine höchst persönliche Vorstellung wäre, wenn es Workshops zu gesunder Ernährung, Schmuck (Kreativwerkstätte), Familiengründung, Achtsamkeit, MeToo, Geschlechtsidentität, sexuelle Orientierung gäbe.

Das alles hätte das lesbisch-schwule Stadtfest für mich perfekt gemacht, was nicht – wie gesagt, bedeutet, dass das Fest nicht schön war. ;D

Freizügigkeit …

bleibt den Privilegierten überlassen.

Welch Barbarei muss diese Zivilisation noch ertragen,
um der Menschenwillen Rechte zu erkennen?

Ich flehe euch an, kehrt zur Menschenliebe um!


VON M. AN DIE EUROPÄER

Wenn ich …

meine Augen schließe,
beginne ich dich zu erforschen und

Wir tanzen liegend umschlungen
auf dem Teich der Amazonen – ich liebe küssend
deine Kurven, deine Unschärfen.

Wenn es ein schöneren Gedanken der Göttin gibt,
ist es die Liebe und Lust in diesem Moment.
Wir berühren uns langsam, forschend.

Zart folgen wir unseren Linien und Küssen uns tief, intensiv …
bedacht auf unsere Lippen und rauben uns den Atem.

Unsere Lust, ja unsere sehnsüchtige Liebe kanalisiert sich in Spannungen
– ein Kontrollverlust, wie die Trompeten von Jericho –


VON M. AN E.

 

Meine Gedanken …

liegen bei dir.

So vergeht der Zeiger, der Fluss, der Wind
ohne Verlust an deinen Ufern.

Erinnerung ist mein Schatz in diesen Zeiten.


VON M. AN E.

Ein bunter Schwarm …

sammelt und flaggt gegen Hass.
Farben bekunden Vielfalt auf den
Straßen des Konfliktes – schaut her, hier gibt’s mehr als das Nix.

Drum seit euch der Sichtbarkeit, Existenz bewusst.
Denn Leben ist Menschenleben – in Gemeinschaft verbunden Fäden.


VON M. AN DIE LIEBEN MENSCHEN

Sie …

wartet auf des Herzenswunsch,
in ablenkenden Genüssen
und an Worten klebend, stehen.

Denn ihr Herz ist entfernt,
hinfort auf erkundenden Wegen.

Was Körper nicht in Stande sind zu geben,
suchen wir in Wörtern und Reden.

Welch Segen!


VON M. AN E.

Herzen pochen …

nicht immer im gleichen – gar unterschiedlichen
Schlägen der Zeit entgegen.

Drum denke nicht viel und
lasse unsere Körper gegenseitig in
Gänsehaut entstehenden
Impulsen, erregenden Küssen begegnen.


VON M. AN E.